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Natürliche Deocreme selber machen

Wer wissen will, was wirklich in seiner Deocreme steckt, macht sie am besten selbst. Das Grundrezept für eine natürliche Deocreme ohne Aluminium ist erstaunlich einfach: nur vier Zutaten, alle in der Drogerie oder im Naturkosmetik-Fachhandel erhältlich, und fertig in 15 Minuten. Das Ergebnis ist eine wirksame, pflegende Deocreme, die Sie genau auf Ihre Bedürfnisse anpassen können.

Das Grundrezept

Zutaten (für ca. 50 ml)

  • 2 EL Bio-Kokosöl – Basis und natürlicher Desodorant
  • 2 EL Sheabutter – Pflege und Textur
  • 2 EL Maisstärke oder Tapiokastärke – Feuchtigkeitsabsorption
  • 1–2 TL Natron (Natriumbicarbonat) – Geruchsneutralisation
  • Optional: 5–10 Tropfen ätherisches Öl (z. B. Lavendel, Salbei, Teebaumöl)

Zubehör

  • Kleiner Topf oder Wasserbad
  • Rührlöffel (Silikon)
  • Sterilisierter Tiegel oder Glas (50–100 ml)

Zubereitung

  1. Kokosöl und Sheabutter schmelzen: Beide Zutaten im Wasserbad bei niedriger Hitze schmelzen lassen, bis sie vollständig flüssig sind. Nicht überhitzen.
  2. Stärke einrühren: Die Maisstärke in die flüssige Masse einrühren und klumpenfrei verrühren.
  3. Natron hinzufügen: Natron in kleinen Mengen einrühren. Mit einem TL beginnen und nach Wunsch bis zu zwei TL zugeben. Mehr Natron = stärkerer Geruchsschutz, aber höheres Reizpotenzial.
  4. Ätherische Öle (optional): Wenn gewünscht, nach dem Abkühlen auf unter 40°C die ätherischen Öle einrühren. Bei höheren Temperaturen verflüchtigen sich die Duftstoffe.
  5. Abfüllen und abkühlen lassen: Die noch flüssige Masse in den sauberen Tiegel füllen und bei Zimmertemperatur oder im Kühlschrank fest werden lassen.

Variationen und Anpassungen

Für empfindliche Haut: Ohne Natron

Lassen Sie das Natron weg und ersetzen Sie es durch einen Teelöffel Magnesiumhydroxid-Pulver. Die Deocreme wird sanfter, bietet aber weiterhin eine moderate geruchsneutralisierende Wirkung durch das Magnesium und das natürliche Kokosöl.

Fester Deostick

Für eine festere Konsistenz (Stift-ähnlich): 1 EL Bienenwachs (oder Candelillawachs für vegane Variante) in der Schmelze hinzufügen. Die Masse in eine leere Deostift-Hülle füllen und abkühlen lassen.

Erfrischende Sommerversion

10 Tropfen Bio-Salbeiöl + 5 Tropfen Zitrusöl (z. B. Bergamotte) geben der Creme eine frische, natürliche Note. Salbei wirkt zusätzlich leicht schweißhemmend.

Lohnt es sich, Deocreme selbst zu machen?

Selbstgemachte Deocreme hat einige klare Vorteile: Sie wissen genau, was drin ist, können die Formel auf Ihre Haut abstimmen und zahlen für 50 ml deutlich weniger als für ein fertiges Produkt. Der Aufwand ist gering, die Zutaten sind vielseitig verwendbar (Kokosöl und Sheabutter für andere Körperpflegeprodukte nutzbar).

Der Nachteil: Keine Zertifizierung, keine garantierte Haltbarkeit, und die Wirkung kann je nach Körperchemie variieren. Wer keine Zeit zum Selbermachen hat oder ein verlässliches Fertigprodukt bevorzugt, ist mit den von uns empfohlenen Deocremes ohne Aluminium sehr gut bedient.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange ist selbstgemachte Deocreme haltbar?
Ohne Konservierungsstoffe ist selbstgemachte Deocreme bei Zimmertemperatur und trockenem Auftragen (keine feuchten Finger in den Tiegel) etwa drei bis sechs Monate haltbar. Die Hauptbestandteile (Kokosöl, Sheabutter) sind natürliche, ölige Substanzen mit langer Haltbarkeit. Wenn die Creme seltsam riecht oder sich verfärbt, sollte sie entsorgt werden.
Kann ich das Natron weglassen, wenn ich empfindliche Haut habe?
Ja. Wenn Sie auf Natron reagieren, lassen Sie es einfach weg. Die Deocreme wird dann weniger wirksam gegen Geruch sein, bleibt aber ein pflegendes Körperdeodorant. Alternativ können Sie stattdessen einen Teelöffel Magnesiumhydroxid (Magnesiamilch, getrocknet) verwenden – das wirkt milder und ist gut verträglich. Zinkrizinoleat (als Pulver erhältlich) ist eine weitere milde Alternative.
Warum funktioniert meine selbstgemachte Deocreme bei Hitze nicht gut?
Bei hohen Temperaturen schmelzen Kokosöl und Sheabutter, da beide einen relativ niedrigen Schmelzpunkt haben (Kokosöl: ~24°C, Sheabutter: ~30-36°C). Im Sommer oder in warmen Räumen wird die Creme daher weicher. Das beeinträchtigt die Wirkung kaum, macht die Handhabung aber schwieriger. Lösung: mehr Bienenwachs oder Candelillawachs in die Rezeptur geben, um die Creme fester zu machen. Im Kühlschrank aufbewahren und kurz vor der Anwendung erwärmen.